Hypnose gegen Angst - Meine Erfahrungen

Ich hatte euch versprochen, dass es künftig auf meiner Seite etwas persönlicher zugehen wird. Nun, heute wird es sehr persönlich! Vor Jahren hätte ich mir die Zunge abgebissen, bevor ich selbst sehr nahestenden Leuten von meinem "Geheimnis" erzählt hätte. Im Laufe der vielen Jahre meiner Erkrankung hat sich diese Einstellung aber etwas geändert. Ich leide seit rund 30 Jahren an einer chronischen Angsterkrankung! Anfänglich checkte ich nicht was mit mir los war. So ab Anfang 20 war mir klar, dass irgendetwas nicht mit mir stimmte. Diagnosen bekam ich im Laufe der Jahre sehr viele:

Agoraphobie (nein hat nichts mit dem niedlichen Angorahäschen zutun :)
Panikstörung
ängstlich, vermeidende Persönlichkeitsstörung
Depression 
generalisierte Angststörung

Viele Diagnosen, die aber alles das gleiche bedeuten: ANGST ohne Unterlass - ANGST ohne offensichtlichen Grund.

Was das im Einzelnen für mich bedeutet:
Ich schlage morgens die Augen auf und habe starke Todesangst, diese hält den ganzen Tag an und bevor ich einschlafe ist die Angst immer noch da! Ich habe Dauerschwindel, Herzstolpern, Dauerübelkeit und penetrante Ohnmachtsgefühle die mich auf Schritt und Tritt begleiten. Über Jahre hinweg bin ich nur mit einer "Kotztüte" aus dem Haus, wenn ich es denn überhaupt über die Türschwelle geschafft habe. Das ist die saloppe Kurzform. Ich habe immer wieder lange Phasen, in denen ich nicht in der Lage bin die eigenen 4 Wände zu verlassen. Ich habe Phasen in denen ich nur mit allergrößter Anstrengung alleine sein kann. Sozialkontakte gibt es schon lange keine mehr, weil ich ja nicht aus dem Haus kann, um mit Freunden etwas zu unternehmen. Die meisten Menschen verstehen aber auch überhaupt nicht was mein Problem ist und wenden sich über kurz oder lang eh von mir ab. Wie sollte ein "normaler" Mensch aber auch verstehen, dass ich Todesängste habe, wenn ich das Haus verlassen muss...., dass ich nicht mal alleine Duschen kann, weil ich Angst habe unter der Dusche zu kollabieren.  Es kapiert ja nicht mal die eigene Familie :( Hört sich alles ziemlich salopp an, aber es ist der blanke Horror!!! Selbstmord ? Bisher Gott sei Dank keine Option, aber ich kann es absolut nachvollziehen, wenn sich depressive Menschen umbringen. Ich habe viele, viele Jahre unterschiedlichste Therapien hinter mir. Ich war im Laufe der Jahre über viele Wochen in diversen Kliniken eingecheckt, aber gebracht hat es nie etwas. Ich habe Unmassen an privatem Geld in alternative Heilmethoden gesteckt. Selbst vor Geisterheilung bin ich in meiner Verzweiflung nicht zurückgeschreckt!!! Natürlich bekommt man solch eine Erkrankung nicht einfach so. Und ja es ist keine Schwäche, keine Faulheit oder Sonstiges!!! Es ist eine sehr schwere Erkrankung, die dein komplettes Leben bestimmt und zerstört. Die Gründe warum ich mit solch einem Scheiß "gesegnet" bin sind vielfältig und lagen sehr, sehr lange im Dunkeln. Darauf eingehen werde ich an dieser Stelle nicht, das wäre mir dann doch zu intim. Irgendwann kam ich dann auf die Idee es mit Hypnose zu probieren. Da ich aber in meinem Bewegungsradius massiv eingeschränkt bin und auf dem Land lebe, ist es nicht ganz einfach an einen adäquaten Hypnotherapeuten zu geraten. Vor ungefähr 3-4 Jahren hatte ich dann von meiner damaligen Hausärztin eine "Empfehlung" für einen Hypnotiseur bekommen. Dessen Praxis war von mir aus ungefähr 1,5 Stunden Autofahrt entfernt. Eigentlich für mich nicht zu bewältigen. Aber der Überlebenswille war so groß, dass ich eines Tages mit meinem Mann den Weg auf mich genommen habe. Was mich in dieser Praxis erwartete, übertraf meine wildesten Vorstellungen. Der Hypnose-Doc bat mich in sein Zimmer und ich schwöre, ich übertreibe nicht wenn ich euch sage, dass es sich um eine winzig kleine vollgestopfte Abstellkammer mit einer schäbigen Liege handelte, aber keinesfalls um ein seriöses Arztzimmer. Der Mann ansich war mir auch auf den 1. Blick mega unsympathisch. Ein Segen wurde ich von meinem Ehemann begleitet. Nun, ich erzählte dem Herren Hypnotiseur ein bisschen das Ausmaß meiner Angsterkrankung, um dann zur Antwort zu erhalten: "Sie nehmen dann erstmal 1/2 Jahr Antidepressiva, dann kann ich sie hypnotisieren!"  Also 1. hätte ich Antidepressiva schlucken wollen, wäre ich gewiss nicht zu einem teuren Hypnotiseur gefahren, sondern zu meinem Hausarzt und hätte den um ein entsprechendes Rezept gebeten 2. ist Antidepressiva bei Hypnose bekanntermaßen kontraindiziert!!! Der Herr merkte dann recht schnell, dass ich nicht "willig" war seinen Anweisungen Folge zu leisten und wurde dann richtig fies. Er prognostizierte mir die schlimmsten Szenarien und eine niemalige Besserung,  wenn ich mich nicht darauf einlassen würde. Heute sage ich: Er war ein Schwein, aber sicher kein Arzt. Ein Arzt der einem Angstpatienten dermaßen zusätzliche Ängste suggeriert, hat seinen Beruf komplett verfehlt und sein Einfühlungsvermögen in der Metzgerei bestellt. Nach dieser Erfahrung war mein Bedarf an Hypnose zunächst einmal gedeckt :(
Wenn man sich als Angstpatient dazu entschließt zu einem Hypnosetherapeuten zu gehen, dann ist Vertrauen zu dem Arzt eine absolute und unabdingbare Grundvoraussetzung! Andernfalls wird man sich niemals in den entspannten Zustand einer Hypnosebehandlung begeben können. Eine gewisse Sympathie sollte ebenfalls von Anfang an vorhanden sein, weil man um einen "Seelenstriptease" zwangsläufig nicht herumkommt. Zumindest war das bei mir so, als ich dann den richtigen Hypnosetherapeut gefunden hatte. 
Wie fand ich den richtigen Hypnotiseur ?
Als ich vor rund 2 Jahren mal wieder ganz, ganz unten war und mein Leben den Namen Leben eigentlich nicht mehr verdient hatte, war ich auf der Suche nach einem neuen Hausarzt. Selbstverständlich sollte mein neuer Hausarzt wohnortnah sein, denn alles andere war ja nicht zu bewältigen. Mittlerweile war ich nämlich auch nicht mehr in der Lage Auto zu fahren.... Als ich dann meine neue Hausarztpraxis anhand des www auserkoren hatte, stellte ich zu meiner großen Überraschung fest, dass einer der Ärzte Selbstorganisatorische Hypnotherapie anbot. Da praktizierte ein Hypnotiseur um die Ecke und ich wusste nichts davon ???? Wahnsinn! Selbstredend dass ich mir sofort einen Termin (laaaaange Wartezeit) holte. 
Eine meiner "Spezialitäten" ist es mich selbst wahnsinnig unter Druck zu setzen. Es war mir klar, dass meine chronische Angsterkrankung nicht binnen 3 Hypnosesitzungen zu "beseitigen war" und es war mir klar, dass ich Geld brauchen würde, sehr viel Geld!!! Ich musste für mich über soviel Geld frei verfügen können, dass ich mich wegen der nicht ganz billigen Hypnosesitzungen keinesfalls unter Druck setzen musste. Hätte ich von vornherein gewusst, ich habe nur Geld für 5 Sitzungen, dann hätte das niemals funktioniert. Mein Druck wäre viel zu groß gewesen. Also habe ich mein recht neues Auto verkauft und mir eine alte billige Kiste geholt, damit das finanzielle Problem gelöst war und ich entspannt den Sitzungen entgegenblicken konnte. Ich hätte alles, aber auch wirklich alles dafür getan, mir eine verbesserte Lebensqualität zu schenken.
Selbstverständlich habe ich mir einen riesigen Kopf im Vorfeld gemacht, was der Hypnotherapeut mit mir anstellen würde. Man kennt ja so einschlägige Hypnoseshows vom TV! Vergesst es, das hat nichts mit einer seriösen Hypnotherapie gegen Ängste zu tun. Da ich natürlich auch starke Angst vor der Behandlung hatte, bat ich darum, meinen Mann zu der 1. Sitzung mitbringen zu können. Dem Wunsch wurde von Arztseite absolut entsprochen. Das fand ich mehr als beruhigend. Ich möchte kurz auf den Begriff "selbstorganisatorische Hypnotherapie" eingehen. Ich hatte mir vorgestellt, dass mir der Hypnotherapeut irgendwelche Sachen einsuggerieren würde. So nach dem Motto: "Du hast keine Angst mehr, du hast keine Angst mehr trallala". So läuft aber Selbstorganisatorische Hypnose nicht ab. Selbstorganisatorisch bedeutet wie der Name schon sagt, du erarbeitest dir in Hypnose deine persönliche Strategie zur Lösung deines Problems! Waaaaas, ich muss da auch noch arbeiten ?? :-) Jeapp, der seriöse Arzt wird einen Teufel tun und dir  einsuggerieren was du zu tun und zu lassen hast. Denn die Lösung des Arztes ist nicht unbedingt die beste Lösung für dich und dein individuelles, höchstpersönliches Problem. Also wird dich der Hypnotherapeut nur "leiten" und dir allenfalls verschiedenste Hilfestellung anbieten, damit du selbst mit deiner Nase auf dein Problem gestoßen wirst. Das kann unter Umständen dauern. Überhaupt wenn die Erkrankung chronifiziert ist und du so in dir selbst verstrickt bist, dass du vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr siehst. 
Natürlich war ich extrem skeptisch, ob ich Panikpansen mich überhaupt würde soweit fallen lassen können, damit man mich in einen vernünftigen Hypnosezustand versetzen könnte. Und überhaupt, würde ich aus der Hypnose jemals wieder "aufwachen" !!! Meine allerschlimmste Befürchtung aber war, dass ich in der Hypnose mit Dingen aus meinem Leben konfrontiert werden würde, die mich vollends am Leben verzweifeln lassen würden und die meine Seele nicht verkraften könnte. Alle diese Sorgen nahm mir mein Hypnotherapeut bevor er mit seiner Arbeit begann. Er nahm mich sehr ernst. Er nahm sich sehr viel Zeit, um mir meine Befürchtungen zu nehmen und er war unglaublich empathisch/einfühlsam. Ich kenne sehr, sehr viele Ärzte. Zum einen weil ich lange in einem Krankenhaus gearbeitet habe und zum anderen weil ich durch meine Erkrankung schon sehr viele Ärzte kennengelernt habe. Niemals zuvor hatte ich einen auch nur annähernd so empathischen und menschlichen Arzt vor mir sitzen. Das Gegenteil von einem Halbgott in weiß. Ein Mensch, der sich mit mir auf die gleiche Ebene stellte und der mich "sah". Nur wenige Menschen sehen dich wirklich. Danke :-) 

Wie fühlt sich Hypnose eigentlich an?
Ich habe mich nach jeder Sitzung gefragt: Öhm, war ich jetzt eigentlich in Hypnose ??? Oder habe ich einfach mit geschlossenen Augen mit dem Hypnotherapeut geredet? Ich kann natürlich nur von meinen Erfahrungen berichten, aber ich fühlte mich während der Hypnose "recht normal". Ich war weder irgendwie weggetreten, noch hatte ich das Gefühl von außen manipuliert zu werden. Ich konnte mich danach an fast alles erinnern. Man hat als Patient auch die Möglichkeit jederzeit "auszusteigen" und die Hypnose zu beenden. Wichtig ist es auch zu wissen, dass das Unterbewusstsein unter Hypnose die Führung übernimmt und immer nur das freigibt, was der Patient verkraften kann. An manchen Tagen war ich entspannter unter Hypnose, an anderen Tagen weniger. Oftmals passierte während einer Sitzung gar nicht soviel, aber in den Tagen danach arbeitete mein Unterbewusstsein auf Höchsttouren und bescherte mir manch bahnbrechende Erkenntnis. 

Insgesamt habe ich -verteilt auf 1 Jahr- rund 20 Hypnosesitzungen  genommen und es hat mir unendlich gut getan. Meine Ängste, ob ich hypnotisierbar bin und was in der Hypnose mit mir passieren wird, waren komplett unbegründet. Meine Angst hat sich deutlichst verbessert. Ein wirklich ganz normales Leben kann ich immer noch nicht führen. Aber so wie meine derzeitige Lebensqualität ist, ist das eine Steigerung um 200%  und ich bin wirklich sehr, sehr zufrieden und jeden Tag dankbar. Ich bin durch die Hypnose gereift, erwachsener geworden und wesentlich selbstbewusster. Die Hypnose war emotionale Höchstarbeit für mich und garantiert kein Spaziergang. Ich wusste manchmal nicht, wie ich meinen Seelenschmerz auch nur noch 1 Minute länger aushalten sollte, aber ich habe es durchgezogen, weil ich intuitiv gespürt habe, dass das meine Chance für ein angstfreieres Leben ist. Meine letzte Sitzung hatte ich im Juli 2015 und ich hoffe, dass das ordentliche Ergebnis noch lange anhalten wird. Sicher kann man sich bei einer heimtückischen Erkrankung jedoch nie sein. Ich versuche aber optimistisch zu sein. Für mich war die selbstorganisatorische Hypnotherapie ein voller Erfolg und ich würde es jedem empfehlen, der mit einer ähnlichen Problematik zu kämpfen hat. Grundvoraussetzung ist, dass die Chemie zwischen Arzt und Patient stimmt! Sollte jemand in meiner Gegend wohnen und sich nun fragen wie der Arzt heißt, es handelt sich um Hrn. Dr. K.-E. Beinert in Pfinztal-Wöschbach

Habt ihr Erfahrungen mit Hypnose ? Wenn ihr weitere Fragen habt, nix wie her damit :)

Kommentare:

  1. Danke für Deinen sehr intimen Bericht. Mit Hypnose kenne ich mich nicht aus,aber das Thema Depression, kenne ich sehr gut aus der Familie und damit auch die Unverständnis einiger Familienmitglieder...und dieser selten dämliche Spruch...reiß Dich mal zusammen. Wobei ich mir Angstzustände noch tausend mal schlimmer vorstelle.
    Ich freue mich für Dich, dass es Dir soviel besser geht...wobei ich mir ungefähr vorstellen kann, was Du durchgemacht hast.
    Ich wünsche Dir das dieser Zustand ewig anhält und noch besser wird.
    Liebe Grüße, Renate ☺

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    1. Danke Renate! Ja, die Reaktionen der Umwelt sind oft sehr verletzend.
      LG

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  2. Liebe Gitte,
    zunächst einmal Respekt, dass du den Mut hattest, dir deinen Leidensweg von der Seele zu schreiben. Auch das wird ein Teil des positiven Behandlungsergebnisses sein. Ich finde es richtig, dass du einen der Auslöser, nämlich, was dir in jungen Jahren widerfahren ist, nur andeutest. Jeder der sich nur ein bisschen in andere Menschen hinein versetzen kann, versteht auch so,was dir passiert ist. Als du dich immer mehr zurück gezogen hast, dachte ich mir, dass du Zeit für dich brauchst, allerdings habe ich auf Depressionen getippt, nicht auf eine Angststörung. Beides ist sehr schlimm, aber ich glaube, die Angststörung ist für den Betroffenen noch unerträglicher, weil er eben Todesangst hat. Du schreibst, du hast keine sozialen Kontakte. Ich glaube, liebe Gitte, das siehst du etwas falsch, denn auch das Schreiben und der Kontakt mit den FB-Bekannten sind soziale Kontakte. Sie sind nur eben anders, als wenn man sich spontan trifft und etwas unternimmt. Ich glaube auch, dass gerade die Online-Kontakte sehr wichtig für dich sind, weil du niemandem sagen musst, dass du gerade jetzt nicht kannst und keine Rechenschaft ablegen musst, warum es nicht geht, denn viele werden nicht verstehen, was los ist. Dabei bist du meiner Meinung nach sehr stark, obwohl es sich für dich wie Schwäche angefühlt hat, sonst hättest du nicht nach all den Leidensjahren immer noch nach einer Lösung/Heilung für deine Krankheit gesucht. Du hast die richtige Therapie für dein Problem gefunden und vor allem hast du nach dem 1. scheinbar unseriösen Hypnotiseur nicht aufgegeben und jemanden gefunden, der dir hilft. Du schreibst, dass niemand verstehen kann, was du für eine Krankheit hast, nicht mal deine Familie. Das ist richtig, aber das gilt nicht nur für diese Art von Krankheit, sondern ich glaube, für alle Krankheiten. Niemand, der ein Leiden nicht am eigenen Leib erfahren hat, kann wirklich nachvollziehen, was los ist. Das ist keine böse Absicht, sondern einfach Unkenntnis, die den Betroffenen aber wütend und traurig machen, weil er sich unverstanden und hilflos fühlt. (Ich kenne das Gefühl durch meine körperliche Erkrankung, denn ich sehe ja gesund aus, wie immer betont wird :-D ) Liebe Gitte, ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass die Therapie dir auch weiterhin hilft, deine Lebensqualität zu verbessern, denn jeder Tag ohne Angst ist ein guter Tag. Liebe Grüße Jutta

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    1. Zurückgezogen hatte ich mich vor allem wg. meiner Rücken-Op und der starken Schmerzen, aber auch meine Hypnotherapie die sehr anstrengend war, war mit ein Grund mich mehr dem realen Leben zu stellen. Danke für deinen Kommentar liebe Jutta. Leider gibt es so ein paar Krankheiten die nicht sichtbar, zum Teil nicht "greifbar" sind und somit von der Gesellschaft abgetan werden. Schlimm ist das wirklich nur, wenn selbst die eigene Familie "solche Krankheiten" am liebsten unter den Tisch kehren würde. Nun ja, ich habe mich damit abgefunden :)

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  3. Liebe Gitte, ich wünsche Dir, dass die Besserung weiter anhält und Du wieder richtig Freude am Leben findest. Ich hatte vor 2 Jahren Burnout und auch das war mit vielen Ängsten und Zweifeln verbunden, mir haben damals Antidepressiva geholfen zur Ruhe zu kommen, dazu noch ein Jahr ärztliche und psychologische Beratung. Aber wenn die Ursachen so viel tiefer liegen, dann glaube ich Dir, dass solche Mittel nicht geholfen hätten. Wie gut, dass Du mit der Hypnose (und dem richtigen Hypnotherapeuten) Deinen Weg aus der Krise gefunden hast.
    LG Antje

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    1. Danke für deine guten Wünsche Antje :) Schön, dass du so schnell adäquate Hilfe bekommen hast, als es nötig war.
      LG

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  4. Ich finde es mutig so in aller Öffentlichkeit über ein solch empfindliches Thema zu reden. Dabei ist diese Krankheit nicht selten und fast jeder hatte damit entweder selbst oder im Familien- oder Freundeskreis damit zu tun. Ich selbst hatte dieses Problem auch.
    Mir hat es geholfen darüber zu sprechen und viele Spaziergänge mit meinem Mann und Hund. Und das auch schon mal mitten in der Nacht.
    Hypnose hatte ich keine aber ich denke es ist sicherlich eine gute Alternative zu herkömmlichen Therapie bei der man ständig mit Medikamenten vollgedröhnt wird.
    Hypnose würde mich auch interessieren.
    Zwar geht es mir jetzt sehr gut aber ich könnte mir vorstelle dies auch zu probieren!
    Liebe grüße und danke für deine Offenheit.
    Manu

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    1. Hallo Manu, es muss sich ändern, dass eine psychische Erkrankung ein "empfindliches" Thema ist. Dieses Tabu muss meiner Ansicht nach endlich weg. Zuviele Menschen haben sich aus diesem Grund (Scham) schon umgebracht. Es darf hier keine Scham mehr geben. Es ist mittlerweile fast ein Volksleiden, wo dringend Hilfe und Aufklärung und vor allem Verständnis benötigt wird. LG Brigitte

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  5. Hallo,

    ich fühle da voll und ganz mit dir. Ich selbst leide seit gut 17 Jahren unter einer Angsterkrankung. Damit zu leben, gestaltet sich meist recht schwer. Viele nehmen einen auch nicht für voll, denn wir haben ja einen an der Klatsche :D Denken sie zumindest. Genauso schlimm finde ich, das es sich noch immer um ein Tabu-Thema handelt. Klar, man sieht es nicht also ist man auch nicht krank. Jeder der das denkt, sei gesagt: Es ist meist die Hölle.

    Tabletten nehme ich selbst nicht mehr. Ich bekam Paroxetin, sehr geringe Dosis. Das einzige was passierte, ich nahm fast 40 kg zu. Aber meine Panik ist noch immer da.

    Wie auch immer, ich probiere das BESTE daraus zu machen. Mit Hypnose habe ich keine Erfahrung aber ich glaube, ich würde mich das auch gar nicht trauen :D

    Liebste Grüße
    Kami

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    1. Hi Kami,
      ja leider gibt es viele Menschen, die das mit: "Ach die hat einen an der Klatsche abtun". Denen wünsche ich dann immer, sie mögen 2 Monate mein Leben leben und dann will ich mal sehen, was sie dann sagen. Aber leider funktioniert das halt nicht.
      Ich hätte auch nie gedacht, dass ich mich trauen würde in hypnotherapeutische Behandlung zu gehen. Aber der Mann war -bis zum jetzigen Zeitpunkt- das Beste was mir je passiert ist :-)
      LG Brigitte

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